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Sicherheit · Lagebild Oktober 2026

KI sicher nutzen.

KI lässt sich mit Text steuern – auch von Fremden. Hier steht, was wirklich passiert, was Sie tun können, und welche Software Sie schützt.

So läuft es bei Ihnen

Simulation startet …

Illustration, kein echter Testlauf
  • Lagebild Okt 2026
  • 6Vorfälle
  • 10Risiken
  • 34Software
  • Stand 16. Okt. 2026

Das Wichtigste in Kürze

Das Wichtigste in Kürze

  1. 01KI lässt sich mit Text steuern – auch von Fremden.

    Gefährlich wird es, wenn ein Agent zugleich private Daten sieht, fremde Inhalte liest und nach außen senden kann. Quelle ↗

  2. 02Das Problem ist nicht gelöst.

    OpenAI schreibt selbst, dass Prompt-Injection eine offene Herausforderung für Jahre bleibt. Quelle ↗

  3. 032026 ist das Jahr der vergifteten Skills.

    Skills sind Zusatz-Fähigkeiten, die Sie in einem KI-Assistenten installieren. Auf dem Skill-Marktplatz ClawHub wurden 341 bösartige gefunden – getarnt als „Voraussetzungen“. Quelle ↗

  4. 04Der EU AI Act gilt seit 2. August 2026 weitgehend.

    Die Pflichten für Hochrisiko-KI wurden per EU-Änderungspaket („AI Omnibus“) auf Dezember 2027 bzw. August 2028 verschoben. Quelle ↗

Was wirklich passiert ist

Sechs Vorfälle, die man kennen sollte.

  1. Juni 2025EchoLeak

    Eine präparierte E-Mail reichte, um ohne einen Klick Daten aus Microsoft 365 Copilot abzuziehen.

    Quelle ↗
  2. Aug. 2025Perplexity Comet

    Versteckter Text auf einer Webseite ließ den KI-Browser Einmal-Codes auslesen und versenden.

    Quelle ↗
  3. Sept. 2025postmark-mcp

    Ein MCP-Server verbindet eine KI mit anderen Programmen, etwa Ihrem Mail-Konto. Der erste bekannte bösartige schickte heimlich eine Kopie jeder E-Mail an den Angreifer.

    Quelle ↗
3 weitere Vorfälle zeigen
  1. Nov. 2025KI-gesteuerte Spionage

    Laut Anthropic erledigte eine KI 80–90 % der Arbeit einer staatlich unterstützten Angriffskampagne.

    Quelle ↗
  2. Feb. 2026ClawHavoc

    341 bösartige Skills auf ClawHub; die meisten installierten einen Datendieb über gefälschte „Voraussetzungen“.

    Quelle ↗
  3. Feb. 2026Moltbook

    Eine mit KI gebaute Plattform ließ ihre Datenbank offen – rund 1,5 Mio. API-Schlüssel.

    Quelle ↗

Die zehn größten Risiken von KI-Apps

Nach der OWASP-Liste 2025 – in Alltagssprache. Tippen Sie auf ein Risiko, um zu sehen, was Sie tun können. OWASP ↗

  1. Versteckte Befehle (Prompt-Injection)LLM01

    Versteckte Anweisungen in Webseiten oder Dokumenten ändern, was die KI tut.

    Was tunLassen Sie die KI nichts Wichtiges ohne Ihre Freigabe ausführen.

  2. Datenlecks (Preisgabe sensibler Daten)LLM02

    Antworten verraten persönliche Daten, Zugangsdaten oder Firmenwissen.

    Was tunGeben Sie der KI nur Daten, die auch in einer Antwort stehen dürften.

  3. Unsichere Bausteine (Lieferkette)LLM03

    Fremde Modelle, Daten oder Bibliotheken sind manipuliert oder schlecht geprüft.

    Was tunNutzen Sie geprüfte Quellen und sehen Sie in den Prüfbericht.

  4. Vergiftetes Wissen (Data Poisoning)LLM04

    Manipulierte Trainingsdaten bauen Hintertüren oder Verzerrungen ein.

    Was tunPrüfen Sie, woher Modell und Trainingsdaten stammen.

  5. Ungeprüfte Antworten (Output Handling)LLM05

    KI-Text wird ungeprüft weitergereicht – etwa als Code ausgeführt.

    Was tunBehandeln Sie KI-Antworten wie Eingaben von Fremden.

  6. Zu viel Handlungsmacht (Excessive Agency)LLM06

    Die KI hat mehr Rechte, Werkzeuge oder Freiheit als nötig.

    Was tunVergeben Sie nur die Rechte, die die Aufgabe braucht.

  7. Durchsickernde Anweisungen (System-Prompt-Leck)LLM07

    Interne Anweisungen werden sichtbar – sie taugen nicht als Schloss.

    Was tunKeine Passwörter oder Geheimnisse in die Anweisungen schreiben.

  8. Undichte Wissensspeicher (RAG)LLM08

    Wissensspeicher, aus denen die KI ihre Antworten holt (RAG), lecken Daten oder werden vergiftet.

    Was tunLegen Sie fest, wer welche Dokumente über die KI sehen darf.

  9. Falsche Antworten (Fehlinformation)LLM09

    Überzeugend klingende, aber falsche Antworten.

    Was tunWichtige Fakten immer an der Quelle prüfen.

  10. Kostenfalle (unbegrenzter Verbrauch)LLM10

    Kostenexplosion oder Ausfall durch massenhafte Abfragen.

    Was tunSetzen Sie ein Ausgabenlimit beim Anbieter.

Sieben Regeln für Sie

  1. Geben Sie Agenten nur die Rechte, die die Aufgabe braucht.
  2. Prüfen Sie Käufe, Mails und Überweisungen selbst, bevor Sie sie freigeben.
  3. Kopieren Sie keine Befehle aus Skill-Beschreibungen.
  4. Lassen Sie KI-Browser nicht allein in Mail- oder Bankkonten arbeiten.
  5. Halten Sie Sensibles lokal – Passwörter und Kundendaten gehören in keinen Chat.
  6. Bei Geld-Anrufen auflegen und selbst zurückrufen.
  7. Zwei-Faktor-Anmeldung einschalten, Codes nie weitergeben.

Sieben Regeln für Creator

  1. Private Daten, fremde Inhalte und Versand nach außen nie ohne Freigabe kombinieren.
  2. Alles Gelesene kann ein Angriff sein – auch Tool-Antworten.
  3. Skills, MCP-Server und Modelle vor dem Veröffentlichen scannen.
  4. Keine Schlüssel im Frontend, Zugriffsregeln der Datenbank an.
  5. Versionen festschreiben und Änderungen dokumentieren.
  6. Vor dem Release angreifen lassen und Kostenlimits setzen.
  7. KI-Interaktion und KI-Inhalte offen kennzeichnen.

Software, die schützt

Gescoutet, eingeordnet und automatisch geprüft. Keine Software fängt alles ab – „keine Funde“ heißt nicht „sicher“.

Alle ansehen →

Angaben zur Schutzwirkung stammen vom Hersteller. Der Vertrauenswert prüft öffentliche Signale wie Herkunft, Pflege und Erreichbarkeit – nicht, wie gut eine Software schützt.

EU AI Act

Was im Oktober 2026 gilt

Für die meisten kleinen Creator-Produkte greifen keine Hochrisiko-Pflichten. Kennzeichnung und Transparenz betreffen aber fast alle. Keine Rechtsberatung. EU-Kommission ↗

  1. 02.02.2025Verbote bestimmter KI-Praktiken, Pflicht zur KI-Kompetenz
  2. 02.08.2025Pflichten für KI-Modelle mit allgemeinem Zweck
  3. 02.08.2026Weitgehend anwendbar, Transparenzregeln greifen
  4. 02.12.2026Kennzeichnung KI-erzeugter Inhalte auch für bestehende Systeme
  5. 02.12.2027Hochrisiko-Regeln für Einsatzfelder wie Bildung und Personal

So prüft OROBO

Jedes Produkt, jeden Tag – und offen sichtbar.

  1. Automatisch geprüftHerkunft, Code-Muster, Lizenz, Pflege, Erreichbarkeit – täglich neu, für alle Produkte.
  2. Von Hand geprüftWenn etwas gemeldet wird oder auffällt.
  3. TiefenprüfungAuf Wunsch des Creators, von Hand.
Alle Prüfregeln →

Sicherheits-Update

Neue Angriffe, neue Schutz-Software – einmal im Monat, verständlich erklärt.