Making money with AI-made work: what pays in 2026
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AI platforms offer plenty of reach, but payment mostly happens elsewhere, and many makers earn first through client work rather than their own products.
The essentials in three points
- In Lovable's survey of more than 14,300 users, 15.3 percent earn from client work, but only 10.7 percent directly from their product.
- ChatGPT apps may currently sell only physical goods, even though OpenAI says ChatGPT has 1.2 billion weekly users.
- Platform cuts range from 1.5 percent plus 25 cents (Stripe on your own site) to 30 percent (Gumroad's marketplace).
The full report · 4 min
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Die ehrliche Ausgangslage
Mit KI ein Werkzeug zu bauen, ist leicht geworden. Damit Geld zu verdienen, nicht. Belastbare Zahlen zu den Einnahmen einzelner Macher sind selten, und die meisten stammen von den Plattformen selbst. Hier steht, was sich im Herbst 2026 belegen lässt.
Wer schon verdient
Die größte Datenquelle ist bisher Lovable. Für den Bericht „The Build Economy“ befragte der Anbieter im Mai 2026 über 14.300 Nutzer. 60,5 Prozent wollen mit ihrem Projekt Geld verdienen, tun es aber noch nicht. 15,3 Prozent verdienen mit Aufträgen für Kunden, 10,7 Prozent direkt mit ihrem Produkt und 9,1 Prozent mit beidem. Als Beispiele nennt Lovable die brasilianische App Plinq mit über 2,2 Millionen Real Jahresumsatz-Rate und Klar aus Schweden mit über 130.000 Dollar im ersten Monat. Das sind ausgewählte Erfolge, kein Durchschnitt. Laut Lovable-Blog gibt es Bezahlfunktionen auf der Plattform erst seit Februar 2026.
Auffällig ist: Dienstleistung schlägt Produkt. In einer weiteren Lovable-Umfrage unter 3.793 Nutzern sagte ein Viertel der zahlenden Builder, Arbeit für Kunden sei der Großteil oder ihr ganzes Einkommen (Lovable Partner Program). Fast zwei Drittel fanden ihren ersten Kunden innerhalb von drei Monaten.
Ein zweiter belegbarer Fall ist der Automatisierungs-Marktplatz Apify. Dort zahlen Kunden pro Nutzung eines Werkzeugs. Apify schüttet nach eigenen Angaben 1,7 Millionen Dollar im Monat an Entwickler aus und nennt rund 5.600 Community-Entwickler. Gleich verteilt wären das rund 300 Dollar pro Kopf und Monat. In Wirklichkeit dürfte die Verteilung sehr ungleich sein.
Die Vertriebswege im Vergleich
- ChatGPT-Apps (inzwischen „Plugins“): riesige Reichweite. OpenAI spricht von 1,2 Milliarden wöchentlichen Nutzern (DevDay 2026). Aber laut den Einreichungsregeln darfst du dort derzeit nur physische Waren verkaufen, keine Abos, digitalen Inhalte oder Credits. Bezahlt wird auf deiner eigenen Website. Bestehende Kunden können sich mit ihrem Konto anmelden. Entwickler fragen seit Monaten nach mehr Möglichkeiten (OpenAI-Forum).
- GPT Store: läuft aus. Private Konten können keine neuen GPTs mehr erstellen, OpenAI ersetzt Custom GPTs durch Plugins (OpenAI-Hilfe). Zum 2024 versprochenen Umsatzprogramm für GPT-Bauer gab es laut VentureBeat kaum Neuigkeiten.
- Claude: Anthropic hat ein Plugin-Verzeichnis, in das jeder einreichen kann. Ein Bezahlmodell ist dort nicht vorgesehen. Der Claude Marketplace richtet sich an Großkunden, die ihr Anthropic-Budget für Partnerprodukte wie Lovable oder Replit nutzen. Er ist in begrenzter Vorschau. Ähnlich funktioniert der OpenAI Marketplace mit 32 ersten Partnern.
Was die Plattformen abziehen
- Apple App Store: 15 Prozent für Entwickler unter 1 Million Dollar Erlös im Jahr, in der EU unter den alternativen Bedingungen und bei Abos nach dem ersten Jahr 10 Prozent (Apple).
- Gumroad: 10 Prozent plus 50 Cent bei Direktverkauf, 30 Prozent bei Verkäufen über den eigenen Marktplatz „Discover“. Dafür kümmert sich Gumroad als Händler um die Umsatzsteuer (Gumroad).
- Eigener Shop mit Stripe: 1,5 Prozent plus 25 Cent pro Zahlung mit europäischen Standardkarten. Stripe Tax kostet zusätzlich 0,5 Prozent pro Transaktion (Stripe). Die Steuerpflicht bleibt aber bei dir.
- ChatGPT: Die Regeln nennen keine Plattformgebühr, verbieten aber Aufschläge für ChatGPT-Nutzer. Digitale Verkäufe gibt es dort ohnehin noch nicht.
Was funktioniert
- Dienstleistung zuerst. Viele verdienen ihr erstes Geld, indem sie für andere bauen. Lovable zahlt zertifizierten Experten außerdem 10 Prozent Provision auf vermittelte Business-Abos.
- Fremde Bühne, eigene Kasse. Nutze ChatGPT oder Verzeichnisse, um gefunden zu werden. Kassiere auf deiner eigenen Seite.
- Nach Nutzung abrechnen. Wo Plattformen wie Apify pro Ausführung abrechnen, verdienst du, sobald dein Werk wirklich gebraucht wird.
- Steuern früh klären. Wer digitale Produkte in die EU verkauft, muss die Umsatzsteuer richtig behandeln. Ein Händler wie Gumroad nimmt dir das ab, kostet aber mehr.
Fazit
Reichweite gibt es 2026 reichlich. Direkte Bezahlwege in den großen KI-Assistenten gibt es noch kaum. Plane so, dass du nicht von einer einzigen Plattform abhängst, denn deren Regeln ändern sich gerade schnell.
Sources · 14
- thebuildeconomy.lovable.app · 09.06.2026Lovable: The Build Economy (Report, Umfrage Mai 2026)
- lovable.dev · 09.06.2026Lovable: A first look at the build economy
- lovable.dev · 09.09.2026Lovable: Introducing the Lovable Partner Program
- apify.com · 16.10.2026Apify: Actor developers – Store-Statistiken (abgerufen 16.10.2026)
- openai.com · 29.09.2026OpenAI: DevDay 2026 recap
- developers.openai.com · 16.10.2026OpenAI: App/Plugin submission guidelines – Commerce and monetization (abgerufen 16.10.2026)
- community.openai.com · 30.01.2026OpenAI Developer Community: ChatGPT App Monetization (Apps SDK)
- help.openai.com · 16.10.2026OpenAI Help: GPTs FAQ – Retirement zugunsten von Plugins (abgerufen 16.10.2026)
- venturebeat.com · 18.12.2025VentureBeat: OpenAI now accepting ChatGPT app submissions, launches App Directory
- claude.com · 16.10.2026Claude: Plugin-Verzeichnis (abgerufen 16.10.2026)
- claude.com · 16.10.2026Claude Marketplace (Limited Preview, abgerufen 16.10.2026)
- developer.apple.com · 16.10.2026Apple: App Store Small Business Program (abgerufen 16.10.2026)
- gumroad.com · 01.01.2025Gumroad: Pricing (gültig seit 1.1.2025)
- stripe.com · 16.10.2026Stripe: Preise Deutschland (abgerufen 16.10.2026)
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